Saupacker bzw. Sauhund

Saupacker nach der Jagd

Saupacker nach der Jagd.

Unter einem Sauhund bzw. einem Saupacker verstand man früher einen Hund, der für die Jagd von Wildschweinen (Sau) verwendet wurden. Diese Bezeichnung für diese Art von Jagdhunden findet sich bis ins 19. Jahrhundert.

Einige unserer heutigen Hunderassen haben Vorfahren unter den Sauhunden. Zum Beispiel die Bordeauxdogge. Dabei gehörten Doggen wohl zu den Saupackern, die in der Lage waren, ein Wildschwein auch nach unten zu ziehen. Was von besonders großer Kraft zeugte.

Sauhund Verwendung

Einfach Beute waren bei der Wildschweinjagd nur die Frischlinge und die Überläufer (zwei Jahre alte Tiere). Ein ausgewachsenes Wildschwein war da eine ganz andere Hausnummer – auch für Jagdhunde. Wurde dann noch Jagd auf einen starken Keiler gemacht, dann war es fast schon mehr eine lebensgefährliche Mutprobe. Entsprechend stark mussten die bei der Jagd eingesetzten Hunde sein und so galt als Faustregel, dass auf ein Pfund Sau zwei Pfund Hund kommen müssten. So wird zumindest der deutsche Jäger und Autor von Jagdbüchern (1881-1965) Rudolf Frieß zitiert. Um ein ausgewachsenes Wildschwein halten zu können, musste eine Meute mit ausreichend vielen, ausgebildeten Hunden eingesetzt werden.

Merchandise for Fans Blechschild/Warnschild / Türschild - Aluminium - 15x20cm - mit Spruch - Motiv: Bordeaux Dogge - 03
Kundenbewertungen
Merchandise for Fans Blechschild/Warnschild / Türschild - Aluminium - 15x20cm - mit Spruch - Motiv: Bordeaux Dogge - 03*
von Merchandise for Fans
  • Größe: 200 x 150mm Stärke: 0,5mm; Gewicht 42g
  • direkter Druck auf Aluminiumblech
  • feucht abwischbar,rostfrei
  • 4 Bohrungen für Befestigung; Ecken abgerundet
  • Herstellung und Versand aus Deutschland.
 Preis: € 10,99 Jetzt auf Amazon kaufen*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Wie schwer ist ein Wildschwein?

Ein ausgewachsenes Wildschwein bringt es auf 50 bis 90 Kilogramm.

Aufgabe der Sauhunde bei der Wildschweinjagd

Sauhunde bei der Arbeit - die Sauhatz

Sauhunde bei der Arbeit – die Sauhatz

Die Aufgabe der Hunde bei der Wildschweinjagd war es dann, das Wildschwein so zu hetzen und an einem Ort festzuhalten, dass der Jäger es dann aus naher Entfernung töten konnte.
Eingesetzt wurden bei der Wildschweinjagd verschiedene Hundetypen:

  • Saufinder, kleine feinnasige Jagdhunde. Ihre Aufgabe war es, das Schwarzwild aufzuspüren und zu verbellen.
  • Saurüden, jagdtriebige Hunde, meist von mittlerer Größe. Ihre Aufgabe war es, das von den Saufindern aufgespürte Schwarzwild herauszutreiben.
  • Saupacker, große schwere Jagdhunde, darunter wohl auch die Vorfahren der Bordeauxdogge. Als Saupacker eingesetzt wurden kräftige Hunde, die die Sau auch niederziehen konnten. Dann kamen die Jäger zu ihrem Einsatz, und erlegten das Wildschwein mit der Saufeder (kurzer Spieß, wird heute noch zum Töten eines angeschossenen Wildschweins eingesetzt).

Im 16. Jahrhundert wurden für das Niederziehen bei der Schwarzwildjagd in Deutschland aus England importierte Doggen, die »Englischen Hunde« eingesetzt.

Trotz der eingesetzten Hundemeute war die Wildschweinjagd alles andere als ungefährlich. Verluste gab es bei den Hunden, Pferden aber auch bei den Menschen. Angreifende Wildschweine waren in der Lage auch tödliche Verletzungen zuzufügen. Daher wurden die wertvollen Hunde teilweise auch geschützt. Sie trugen bei der Sauhatz breite Halsbänder und sogar Panzerhemden, um sie vor den Hauern der Säue zu schützen. Solche Jagdhundpanzer sind aus dem 17. Jahrhundert erhalten.

Alles über Molosser und die Kampfhundelüge
Kundenbewertungen
Prime Preis: € 19,90 Jetzt auf Amazon kaufen*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Doggen als Sauhunde bzw. Saupacker

Zu den größten Hundetypen, den Saupackern, die bei der Sauhatz eingesetzt wurden, gehörten früheren Autoren zufolge die Doggen. Sie tauchen zumindest wohl bei früheren Autoren um das Jahr 1700 aber auch bei späteren Autoren (nach 1800) auf. Beschrieben wurden Hunde, von denen einige über drei Fuß (also etwa 90 Zentimeter) groß gewesen sein sollen. Beschrieben wurde aber auch die kursächsische Dogge mit ihren 76 Zentimetern. Dabei kam die Dogge im 16. und 17. Jahrhundert nicht nur bei der Jagd zum Einsatz, sie gefiel wohl so gut, dass sie als Renommierhund auch zu Repräsentationszwecken eingesetzt wurde.

Die Nachfahren der Saupacker

Heutige Hunderassen, die auf die Saupacker zurückgeführt werden, sind, neben der Bordeaux Dogge, der Dogo Argentino, Cursinu, Broholmer und die Deutsche Dogge.

Siehe auch Herkunft und Geschichte der Bordeaux Dogge.