Herkunft und Geschichte der Bordeaux Dogge

Der Name Bordeaux verrät es bereits, der Ursprungsland dieses Hundes ist Frankreich. Der französische Name dieses Riesen ist Dogue de Bordeaux. Im Rassestandard ist vermerkt, dass die Bordeaux Dogge zu den ältesten Hunden Frankreichs zählt. Die Rasse soll auf Alanerhunde, insbesondere auf den Saupacker des 14. Jahrhunderts zurückzuführen sein. Gaston Phébus (fébus), Graf von Foix, soll in seinem »Buch von der Jagd« einen ähnlichen Hund beschrieben haben. In seinem Jagdbuch heißt es dabei, er »hält seine Beute besser als dies drei Windhunde vermöchten«.

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Der Begriff Dogge kam dann wohl bereits im 14. Jahrhundert auf. Allerdings liegen die Ursprünge dieser Rasse wohl bereits bei den Kelten. Schon die Kelten sollen Hunde dieser Art als Wachhunde und Jagdhunde eingesetzt haben.

Vorfahren der Bordeaux Dogge nicht ganz klar zu identifizieren

Wobei nicht so ganz klar ist, ob dies wirklich die Vorfahren der heutigen Bordeaux Dogge sind. Es gibt auch Stimmen, die meinen, dass die Dogue de Bordeaux aus der Tibetdogge (Do Khyi, Tibetmastiff) entstand. Andere sehen ihre Vorfahren in den griechisch-römischen Molossoiden, die auch als Kriegshunde eingesetzt wurden. Im alten Rom, zu Zeiten von Julius Caesar, soll es eine Rasse gegeben haben, die der Bordeaux Dogge ähnelt und aus der wohl der wohl zu den Vorfahren des Mastino Napoletano gehört. Beim Mastino Napoletano nimmt man an, dass er ein direkter Nachfahre der römischen Kriegshunde, der Molosser ist. Diese wurden bei Feldzügen eingesetzt und auch bei Kämpfen gegen Menschen und wilden Tieren in der Zirkusarena.

Molosser ist mit drin

Bei allen Theorien kann man sich aber wohl darauf einigen, dass die Bordaux Dogge zu den Molossern gehört.

In Aquitanien wurden diese Doggen bis ins 19. Jahrhundert geschützt und auch genutzt. So kamen sie bei der Großwildjagd (Wildschweine) ebenso zum Einsatz wie zu Kämpfen und auch zur Bewachung von Häuser und Vieh. Ein weiteres Einsatzgebiet war die des Gehilfe der Schlachtknechte.

Bordeaux Dogge erhält 1863 ihren Namen

Im Jahr 1863 wurde in Frankreich die erste Hundeausstellung, im »Jardin d’Acclimatation« (beim Jardin d’Acclimation handelte es sich um einen Zoo, der 1860 von Napoleon III. im nördlichen Teil des Bois de Boulogne in Paris eingerichtet worden war) durchgeführt. Schon bei dieser ersten Ausstellung wurde die Dogue de Bordeaux unter ihrer heutigen Bezeichnung geführt. Gewinner der Ausstellung war eine Hündin namens Magentas.

Es gab verschiedene Typen dieser Rasse, den Toulouser, Pariser und eben den Bordeaux-Typ. Der letztgenannte gilt auch als Ursprung der heutigen Doggen. Diese Typen unterschieden sich nicht nur nach Namen, sondern auch nach ihrem Arbeitsgebiet und auch nach Farbe.

Farbliche Vielfalt – große Köpfe

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Dogue de bordeaux auch noch verschiedene Fellfarben, sie konnte ein gestromtes Fell haben und weiße Markierungen. Es gab die Doggen mit großen Kopf aber auch mit kleinen Kopf, es gab große und kleine Körper. Wirklich einheitlich war die Art damals noch nicht. Auch die Maske war unterschiedlich.

Bis zum ersten Rassestandard dauerte es dann bis zum Jahr 1896. Aufgestellt wurde dieser von Pierre Megnin, der diesen im Buch »Vom Wesen der wahren Doggen« veröffentlichte.« Auch wenn ein Rassestandard bereits Ende des 19. Jahrhunderts aufgestellt wurde, ein einheitliches Erscheinungsbild gab es aber wohl erst ab den 1920er Jahren.

Popularität der Bordeaux Dogge nimmt ab

Die Popularität der Bordeaux Dogge nahm ab, als es keine großen Jagden mehr gab und auch als sie nicht mehr als Kampfhund in der Arena eingesetzt wurde.

Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hätte mit zwei Weltkriegen beinahe das Aus für die Bordeauxdogge bedeutet. Nach dem 2. Weltkrieg (1939-1945) war die Rasse dann auch weitgehend zerstört, sie war vom Aussterben bedroht. Neuen Aufschwung nahm sie dann ab 1960. Eine Gruppe von Züchtern unter der Leitung von Raymond Triquet waren am Wiederaufbau dieser Rasse beteiligt.

Scott & Huuch

Filmplakat Scott & Huutsch Hundefilm 1989

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1989 kam dann der Hollywood Film Scott & Huuch in die Kinos. In der Hauptrolle spielte Tom Hanks einen Polizisten, der einen vierbeinigen Partner, eine Bordeaux Dogge (Huuch), an seiner Seite hatte.

In der Folge stieg die Beliebtheit der Bordeaux Dogge deutlich an. Und so wurde diese Hunderasse nicht nur von der FCI, sondern 2008 auch vom American Kennel Club (AKC) anerkannt.

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