Molosser

Molosser - Deutsche Dogge

Auch die Deutsche Dogge gehört wohl zu den Nachfahren der Molossern.

Molosser ist ein Oberbegriff für massige und muskulöse Hunde. Zu den Molossern gehört auch die Bordeaux Dogge. In der Systematik des FCI werden die molossoiden Rassen auch als »doggenartige Hunde« bezeichnet, zu finden in der Gruppe 2, Sektion 2 (Molosoide). Die Gruppe der Molossoide wird noch einmal aufgesplittet in 2.1. Doggenartige Hunde (zu diesen zählt auch die Bordeauxdogge) sowie in 2.2 Berghunde.

Statt molossoide Hunde oder Molosser wird auch häufig die Bezeichnung »Hunde vom Typ Mastiff« gewählt. Allerdings wird recht fein in Mastiffs und echte Mastiffs unterschieden. Zu den echten Mastiffs (man ließt auch die Bezeichnung wahre Mastiffs) gehört u.a. auch die Dogue de Bordeaux, der Mastino Napoletano und der Bullmastiff.

Zu den Molossern gehören heute höchst unterschiedliche Hunderassen. So werden der Neufundländer und der Bernhardiner auch zur Suche und Rettung von Menschen eingesetzt. Ander Molosser werden als Wachhunde gehalten, andere kommen als Herdenschutzhunde zum Einsatz.

Zu den Molossiden gehören die Dogo Argentino, der Shar Pei, der Broholmer, die Deutsche Dogge (siehe Bild oben), der Leonberger, Hovawart und auch der Rottweiler sowie der Landseer. Und noch einige andere Hunderassen mehr. Und natürlich auch die Bordeauxdogge.

Molosser Geschichte

Die Molosser waren ein Volk in Epirus (eine historisch-geographische Region im Südwesten der Balkanhalbinsel). Die Molosser hielten Hirtenhunde und diese erhielten später ebenfalls die Bezeichnung Molosser. Es gibt Darstellungen dieser Hunde aus der Zeit des Volkes der Molosser. Diese zeigen große stehohrige Hunde. Eingesetzt wurden die Molosser damals als Wachhunde, dann, so nimmt man heute an, hatten sie die Farbe schwarz. Und als Hirtenhunde. In diesem Fall soll ihr Fell weiß gewesen sein. Die Molosser-Hunde waren damals weit verbreitet. Dies lag wohl daran, dass die heilige Eiche zu Dodona in Epirus lag. Nach Delphi war Dodona die bedeutendste Orakelstätte des antiken Griechenlands. Besucher sorgten dann für die Verbreitung der dortigen Hunde in der antiken Welt.

König Molossus

Molossus war der Name von König Molossus, einem Enkel des sagenhaften Achilles, der im Krieg um Troja gekämpft haben soll.

Von Aristoteles (384-322 v. Chr.) ist die Beschreibung eines epirotischen Hirtenhundes überliefert. Diese frühe Beschreibung findet sich in seiner Historia animalium. In dieser schreibt Aristoteles:

In Molottien zeichnet sich die Hunderasse, die als Begleithund der Herden dient, durch die Größe und den Mut gegen die wilden Tiere vor denjenigen anderer aus.

Alexander der Große soll Molosser auf seinen Kriegszügen mitgeführt haben.

Jennings Dog

Im britischen Museum steht eine Skulptur, der Jennings Dog. Dieser wird als Darstellung eines historischen Molossers angesehen.

Der Jennings Dog (auch bekannt als The Duncombe Dog oder auch als The Dog of Alcibiades (Duncombe Hund bzw. Hund von Alcibiades) ist die Skulptur eines Hundes aus der Römerzeit. Die Skulptur steht auf einer kleinen Plattform. Benannt wurde der Jennings Hund nach seinem ersten Besitzer in der Neuzeit, Henry Constantine Jennings. Beim Jennings-Hund handelt es sich um die römische Kopie einerhellenistischen Bronze-Originals. Das Original entstand wahrscheinlich bereits im 2. Jahrhundert v. Chr. Der Jennings-Hund ist 1,05 Meter hoch. Seit ihrer Wiederentdeckung musste die Statue diverse Reparaturarbeiten über sich ergehen lassen, so wurde ein Bein geflickt. Zwar sind aus der Antike nur wenige Tierskulpturen erhalten, dennoch ist der Jennings-Dog nicht einzigartig. Im Belvedere-Hof des Vatikanischen Museums ist ein Paar ähnlicher Marmor-Mastiffs zu sehen. Jennings Dog